GEMA: Bösewichter haben keine Lieder
Mittwoch, 12. Januar 2011 9:13
„Wo man singet, lass dich ruhig nieder,Ohne Furcht, was man im Lande glaubt;Wo man singet, wird kein Mensch beraubt;Bösewichter haben keine Lieder.“
Der vielgehörte Modeschrei der Politik nach Investitionen in die Bildung als Chance für die Zukunft wird wieder einmal von der Realität ad absurdum geführt. Alles hat seinen Preis. Was soll die Förderung fröhlicher Kindergesänge? Kohle muss her, egal wie.Und wenn es ein Volkslied ist, das dem Volk gehören sollte? Papperlapapp. Irgendjemand hat die Rechte am Volksgut erworben. Und dann: Kasse bitte.Und wenn Du nicht zahlst, dann brauch ich Gewalt. Was soll auch die Singerei von Kindern in der Öffentlichkeit. Wer nicht zahlen kann, soll auch nicht singen. Und alte Leute erfreuen ohne Gegenleistung, das geht schon gar nicht. Raus mit der Singkultur aus den Kindergärten. Johann Gottfried Seume hatte 1804 schon recht mit seinem Gedicht. Bösewichter haben keine Lieder. Und wer in der Gesellschaft vorwärtskommen will, muss ein solcher sein und braucht auch keine Lieder. Das ist echte Vorbereitung auf das Leben, Ellenbogen stärken und nicht die fröhliche Gesangsduselei. Frühförderung eben.


