Erik Seidel

Seidels Arbeiten leben vom Charme der Wiederholung mit Variation, im für Künstler, Galeristen und Kunstfreund gleichermaßen spannenden Brennpunkt von Unikat, Auflage und Kleinserie.Für Erik Seidel heißt das, sich an einem Thema zu reiben, zu dem eine Folge eigenständiger Blätter in kleiner Auflage entsteht. Bisher sind fast alle seine Drucke so entstanden. Seidel erschließt sich den Stoff in der Auseinandersetzung über mehrere Blätter, von denen aber jedes einzelne, aus dem Zusammenhang der Nachbarblätter herausgelöst, seine eigene Geschichte erzählt.Erik Seidels Holzschnitte übersetzen den Umriss von architektonischen Elementen und Zeugen der Industrialisierung, von Technik, Strom, Geschwindigkeit aus ihrem eigentlich räumlichen Verschachtelungen und Verzweigungen in der Fläche.Der Blick im Gegenlicht auf griechische Tempel, ungewöhnliche Achsen für die Betrachtung des Kölner Dom und das Weglassen, das schlichte Übersehen einer Menge Binnenstrukturen und Details, ergibt eine neue Übersicht. Aufgeräumte Umrisse erzeugen neue Innenräume.Aus REDEN ÜBER KUNST Ulrike Meier Kunsthistorikerin Weimar Februar 2004

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Autor: admin
Datum: Dienstag, 18. Mai 2010 19:39
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